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Am Samstag dem 19. März 1921 trafen sich im Gasthaus zum Bahnhof einige Gleichgesinnte, um einen Velo-Club zu gründen. Man war sich schnell einig, dass in Altendorf ein Velo-Club fehlte und mit dem Ruf „Es lebe hoch der Velo-Club Altendorf“ war die Gründung schon beschlossenen Sache. Bereits am 26; März 1921 waren die Statuten erstellt, und die 1. Hauptversammlung konnte im Gasthof zum Hecht stattfinden. Als erster Präsident des Vereins wurde Hermann Hofmann gewählt und als erstes Clublokal der Gasthof Hecht.
Zu erwähnen ist, dass in der damaligen Zeit noch eine Monatsversammlung und eine Hauptversammlung stattfand, Nichterscheinen zu einer der Versammlungen oder Ausfahrten hatten Bussen von 50 Rappen bis einem Franken zur Folge.
Die durch den Club zu organisierenden Ausfahrten mussten minimal über 50 km gehen. 1922 wurde eine Tour ab Altendorf über Tuggen, Reichenburg, Vorderthal, Pfäffikon und zurück nach Altendorf durchgeführt. Da diese Tour jedoch nur 46,5 km umfasste, gab es in der Jahreswertung des SRB Schweiz einen Punkteabzug.
1921 betrug der Bestand 18 Aktiv- und 10 Passivmitglieder. Heute, 75 Jahre später, teilt sich dies in 74 Aktiv- und 53 Passivmitglieder.
Mit der zunehmenden Motorisierung der Gesellschaft änderte sich auch der Name in Velo-Moto-Club. Wie einige ältere Vereinsmitglieder erzählten, seien die Ausfahrten weniger mit dem Velo, sondern mehr mit dem Auto gemacht worden. Natürlich galt die Limite von 50 km nicht mehr, wurden doch Fahrten in die Bündner Herrschaft, das Rheintal und über den Ricken unternommen.
1969 fehlt urplötzlich das Wort Velo im Vereinsnamen. Es wurde nämlich durch das Auto ersetzt. Gab’s keine Velofahrer mehr? Doch, doch, aber der Aufschwung und damit die „Autoisierung“ verdrängte wohl vorerst das Velo aus dem Namen. Zuverlässigkeitsfahren, heute Rallyes genannt wurden besucht.
Ausfahrten mit dem Velo standen auch im Jahresprogramm, wurden aber mehr schlecht als recht besucht. In diesem Jahre wurde mit einem grossen Fest die neue Vereinsfahne mit dem Namen AMC Seerose eingeweiht.
In der 2. Hälfte der 70er Jahre gewann das Velo im Club wieder an Boden (war daran der Benzinpreisschock von 1975 schuld?). 1978 wurde beschlossen den alten Namen nämlich Velo-Moto-Club, wieder zu übernehmen. Ab 1977 trat der Club als Organisator der Drei-Pässe-Fahrt (Sattelegg, Ibergeregg, Raten) hervor. Bis zu 400 Fahrer nahmen in den besten Jahren an dieser sehr beliebten Volksradtour teil.
Ab 1986 wurde nebst der Drei-Pässe-Fahrt das Volksbergzeitfahren Siebnen-Sattelegg organisiert. Die Sattelegg ist auch heute noch für einen Velofahrer ein Pièce de résistance. Die Drei-Pässe-Fahrt lief sich dann langsam tot und so wurde trendgemäss 1990 das Mountainbikerennen ab Altendorf auf die Sattelegg als neue Kategorie zum Bergzeitfahren ins Programm aufgenommen. Nebst diesen durch den Club organisierten Anlässen standen im Jahresprogramm des VMC noch Besuche von anderen Volksradtouren.
Auch ‚die Verkehrserziehung der Kinder war dem Verein immer ein Anliegen. Seit 1981 wird, zusammen mit Polizei und der Schule, die Schüler-Verkehrsprüfung organisiert.
Aber auch die Sparte «Motorsport» war nicht inaktiv. Fahrtrainings und Antischleuderkurse in Veltheim standen auf dem Programm. Mehrere Pilotinnen und Piloten beteiligten sich an den diversen Motorsport-Meisterschaften (Eisslalom, Sports 2000, Renault 5GTE) und schnitten dabei mit hervorragenden Resultaten ab. So gewann Sepp Pfyl 1992 die Schweizer Rennsportmeisterschaft in der Kategorie «Sports 2000», und Arthur Knobel jun. errang den Gesamtsieg in der «Bridgestore R5 Classic». Man kann mit Recht sagen, dass Anfang der 90er Jahre der Velo- und Motorsport im VMC sich die Waage hielten.
1992, durch den Zuzug einiger junger Rennfahrer, gewann der Velorennsport an Bedeutung. Unter der umsichtigen Führung von Stephan Bühler stellten sich schnell erste Resultate ein. Höhepunkt der noch jungen Nachwuchsförderung ist sicher der Schweizer-Meister-Titel 1995 von Patrick Dubacher und ein Jahr später die bronzene Auszeichnung von David Rusch in der Sparte «Radquer». Aber nicht nur im Radquer, auch auf der Strasse machten unsere jungen Rennfahrer auf sich aufmerksarn. Der Lohn dieser Anstrengungen zeigt sich darin, dass einige Fahrer in den entsprechenden nationalen Kadern figurieren.
1995, mit der Durchführung der Schweizer Bergmeisterschaften betreut stellte einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte dar. Unzählige Helfer und Helferinnen trugen zum erfolgreichen Gelingen der Meisterschaft dar. 1996 will man jedoch wieder etwas kleinere Brötchen backen. Die Frage stellte sich, ob man mit den «Sattelegg-Rennen» weitermachen wolle. Fanden die «Sattelegg-Rennen» bei den Rennfahrern zweifelsfrei grossen Anklang, war die Resonanz bei den Zuschauern relativ gering. Konzentration der Kräfte, näher zum Zuschauer, und damit für Rennfahrer, Inserenten und Patronatsgeber bessere Rahmenbedingungen zu schaffen, hat sich der VMC für die Zukunft vorgenommen. Der Entscheid «näher zum Zuschauer» bedingte eine Absage an die «Sattelegg-Rennen». Dem Motto «Konzentration der Kräfte» fällt vorübergehend auch das Strassenrennen zum Opfer.
Am 24. August 1996 führt der VMC Altendorf neu das Mountainbike-Rennen um den «Johannisburg-Cup» durch. Die Veranstaltung ist als Open-Rennen ausgeschrieben, d.h. mitmachen kann jedermann/-frau, ob mit oder ohne Lizenz. Der Rundkurs um den Johannisburghügel garantiert für Fahrer wie Zuschauer attraktiven Sport, zumal auch der mehrfache Weltmeister Urs Freuler seine Teilnähme zugesichert hat Integriert in die Veranstaltung ist auch der kantonale Jugend- und Sport-MtB-Tag. Alle 10- bis 14jährigen Buben und Mädchen hier mitmachen, und als besondere Attraktion werden sie von Urs Freuler ins Rennen geschickt.
Selbstverständlich wollen wir die 75 Jahre auch gemütlich feiern. Mit Musik der Kapelle Menzi-Steiner ist sicher Gelegenheit gegeben, alte Erinnerungen in gemütlicher Atmosphäre auszutauschen.
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